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Mobiles Lernen

 

Das Lernen wird mobil

Mobiles Lernen bezeichnet die Integration von Tablet-PCs in den Unterricht. Mobil wird das Lernen in zweierlei Weise. Ein mobiles Endgerät wie ein Tablet-PC kann im Unterricht als ein flexibel verwendbares Instrument eingesetzt werden. Leicht und handlich ist es im konkreten Sinne mobil, sodass die Schülerinnen und Schüler ein Tablet relativ ortsungebunden nutzen können. Zum Beispiel als zusätzliches Mittel zum Erlernen grundlegender Kulturtechniken wie Rechnen, Lesen und Schreiben. Mobil, das heißt beweglicher und vielfältiger wird aber auch das Lernen selbst. Kinder gestalten eigene Medienprodukte und entwickeln persönliche Lernwege zur Aneignung bestimmter Lerninhalte. So kann bereits in der Grundschule die Basis gelegt werden für einen kritischen und angemessenen Umgang mit digitalen Medien.

 
Flexibel und individuell

Tablets wirken sich konkret auf die Art und Weise aus, wie Kinder lernen. Doch es kommt auf den schulischen Rahmen an, der den Schülerinnen und Schülern zum Lernen geboten wird. Es benötigt adäquate technische und vor allem auch pädagogische Grundlagen, um mobiles Lernen, das Lernen mit mobilen Endgeräten, erfolgreich zu gestalten. Inzwischen haben einige Schulen in Hessen Erfahrungen gesammelt, die für die weitere Entwicklung genutzt werden können.

 

Das Projekt Mole

Um eigene Erkenntnisse zum Thema „Mobiles Lernen“ bereits in der Grund- und Förderschule zu sammeln, startete das Land Hessen den Modellversuch „Mobiles Lernen in Hessen“, den die Hessische Lehrkräfteakademie im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums von 2013 bis 2016 durchgeführt hat.

Er sollte herausfinden, welchen Einfluss der Einsatz von Tablet Computern in der Grund- und Förderschule auf das Lernen und die Entwicklung der Medienkompetenz der Lernenden hat. Außerdem sollte überprüft werden, welche Unterrichtskonzepte erforderlich sind, um eine positive Auswirkung auf das individuelle sowie das gemeinsame Lernen auszuüben und unter welchen Rahmenbedingungen die erfolgreiche Einbindung von Tablets in den Unterricht gelingen kann.

"Studiumdigitale", ein Institut der Goethe-Universität Frankfurt, begleitete den Modellversuch wissenschaftlich. Ergebnisse der Begleituntersuchungen wurden zusammen mit den eingesetzten Unterrichtsmethoden in gemeinsamen Projektsitzungen von den Schulteams im Plenum reflektiert. Unterrichtskonzepte konnten weiterentwickelt werden. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist in Vorbereitung und wird in Kürze hier eingestellt.

Miriam Hornig war Schulleiterin einer der sogenannten MoLe Schule und begleitete dieses Projekt ebenso inhaltlich.

 

Wenn Sie also Beratung für Ihre Schule in Sachen "Mobiles Lernen" wünschen, wie zum Beispiel:

  • Was muss an der Schule gegeben sein, um ein Tabletprojekt oder eine Tabletklasse zu starten?
  • Was muss ich bei der Anschaffung von Tablets beachten?
  • Welche Fortbildungen sind empfehlenswert rund um das Thema Tablets?
  • Welche Apps sind nützlich und hilfreich?
  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Tablets oder Apps für Schulen?

dann wenden Sie sich gerne an Miriam Hornig (Ansprechpartnerin aus dem Team Netzwerk Medienbildung Grund- und Förderschulen). Sie hilft gerne in allen Fragen rund um das Thema Mobiles Lernen.

 

 
Weitere Informationen finden Sie hier!

 

Die Schulen -  Medienbildung entwickelt Schule und Unterricht

Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben, dann können sich Schulen an verschiedene Ansprechpartner wenden: 

Wenn sie Beratung in Fragen der Nutzung digitaler Medien benötigen haben, können Sie sich an die Hessische Lehrkräfteakademie wenden, an die Fachberatung Medienbildung in den Staatlichen Schulämtern oder an eines der Hessischen Medienzentren.

Empfehlenswert für die Schulen ist die Entwicklung eines entsprechenden Medienbildungskonzepts, das pädagogische Grundlagen formuliert, aber auch technische und organisatorische Aspekte beinhalten kann. Beratung ist auch dringend erforderlich bei der Beschaffung der Medientechnik oder bei der Klärung eines kontinuierlichen Supports zur Gewährleistung eines störungsfreien Einsatzes der digitalen Medien. Mobiles Lernen kann zudem in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einer Schule integriert werden. Schulleitungen haben die Möglichkeit, das Thema in ihre Fortbildungsplanungen miteinzubeziehen.

 

Die Lehrkräfte – Lehr- und Lernprozesse gestalten

Neben der technischen Ausstattung sind vor allem die didaktischen Kompetenzen der Lehrkräfte gefordert, wenn digitale Medien das Lernen positiv beeinflussen sollen. Erfahrungsaustausch, gezielte Fortbildungen, professionelle Netzwerke, Austausch und gemeinsame Entwicklung praktikabler Unterrichtssequenzen können hier unterstützend sein.

 

Unterrichten

Lernen ist nichts Statisches. Es entwickelt sich. Daher entwickelt sich auch der Unterricht. Der Erfahrungsaustausch über Best practice Beispiele zur Integration des mobilen Lernens in den Unterricht fördert die notwendige Unterrichtsentwicklung. Es bietet sich an, Formen des mobilen Lernens didaktisch mit Aspekten der Individualisierung und der Kompetenzorientierung des Unterrichts zu verbinden.

 

Die Schülerinnen und Schüler

Die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen verändert sich durch die Digitalisierung der Gesellschaft fortwährend. Es ist daher empfehlenswert, bereits in der Grundschule mit der Nutzung digitaler Medien zu beginnen. Kinder eignen sich mit der Nutzung von Tablet-PCs neue Arbeits- und Lerntechniken an. Sie verfügen über zunehmende Freiheit beim Lernen, entscheiden mit darüber, welche Lernwerkzeuge sie nutzen und wie sie damit  arbeiten wollen. Das Lernen wird flexibler, eigenverantwortlicher.  Zugleich sammeln die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen über Funktion und Wirkung digitaler Medien und legen somit die Grundlage für die Entwicklung von Medienkompetenz.