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Was ist der Rechentrainer?

Jeder Mathematiklehrer kennt das Problem: Die Schüler vergessen vieles von dem, was sie gelernt haben, gleich nach dem Test wieder, und die Bruchrechnung, das Runden, oder das Umwandeln von Einheiten muss immer wieder neu erklärt und auch geübt werden. Es gibt viele Arten von Übungsheften, und in den Mathematikbüchern gibt es Kapitel mit Wiederholungsaufgaben. Speziell die Schüler, die es am dringendsten benötigten, kümmern sich aber sehr ungern um das Verlernte. Außerdem müssen sie die Ergebnisse selbst kontrollieren, oder sie schreiben die Lösungen gleich ab und zeigen sie stolz dem Lehrer. Es gibt auch Lernprogramme für den Computer, die die Eingaben gleich kontrollieren – aber auch hier hat die Lehrkraft keine Kontrolle über das, was gearbeitet wurde. Die Lösung ist der „Rechentrainer“ (RT), den Peter Doll an der IGS-Kelsterbach entwickelt hat.

Der Rechentrainer besteht aus einer Tabellenkalkulationsdatei des kostenlosen OpenOffice Pakets mit eingebauten Makros. Die Datei kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Der Rechentrainer funktioniert unter Windows, am Mac und auch unter Linux.

Bei der ersten Benutzung wird die Datei durch die Eingabe des Namens personalisiert und kann dann für die ganze Schullaufbahn benutzt werden.

An der IGS Kelsterbach machen wir gute Erfahrungen damit, dass Schüler pro Woche 100 Aufgaben mit dem Rechentrainer nachweisen müssen. Diese Aufgaben können sie zuhause am heimischen Computer, oder in der IGSK in den Lernzeiten oder im Lernbüro erledigen, aber natürlich können auch Unterrichtsstunden für die Arbeit mit dem Rechentrainer eingeplant werden. Während der Unterrichtsstunden können sich Schüler bei der Arbeit mit dem RT gegenseitig helfen, und als Lehrkraft hat man die Gelegenheit, die Arbeit zu beobachten und Schlüsse für die weitere Förderung einzelner oder auch aller Schüler zu ziehen.

Ein Highlight für Lehrer ist sicher die Möglichkeit Tests zu erstellen. Die Lehrkraft legt fest, welche Aufgaben gemacht werden müssen und geht mit den Schülern in den Computerraum. Da die Aufgaben zufällig erzeugt werden, kann niemand beim Nachbarn abschreiben. Es gibt ein Zeitlimit und die Hilfefunktion steht nicht zur Verfügung. Am Ende steht die Note auf dem Blatt, die Ergebnisse müssen nur noch ausgedruckt und unterschrieben werden. Eine Korrektur entfällt.

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