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Bei zu intensivem Computereinsatz besteht die Gefahr, dass die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten nicht mehr trainieren (tippen anstatt schreiben, klicken anstatt malen und basteln). Der Hirnforscher Roger Sperry ist zu der Ansicht gekommen, dass die Ausbildung der menschlichen Intelligenz stark mit der Entwicklung der Motorik verbunden ist. Demnach könnte die Vernachlässigung der motorischen Fähigkeiten einen Einfluss auf die geistige Entwicklung der Kinder haben.
Auch birgt ein allzu intensiver Einstaz von Lernsofftware die Gefahr, das die Kinder den Unterrichtsgegenstand nur noch aus zweiter Hand kennenlernen. Die Primärerfahrung, also die persönliche Begegnung z.B. bei einem Unterrichtsgang oder der eigenständigen Durchführung von Experimenten geht verloren.
Weiterhin werden manuelle Fähigkeitem, wie etwa ein schnelles Skizzieren von Problemstellungen nicht mehr geübt. Auch besteht die Gefahr, dass der Rechner auch für Tätigkeiten verwendet wird, für die er nicht, oder schlechter geeignet ist, als seine "analoge" Alternative.
Auch gesundheitliche Risiken spielen beim Lernen am Computer eine Rolle. So strengt die Bildschirmarbeit das Auge an. Augen sind von Natur aus grundaätzlich darauf eingestellt, ständig zwischen Nah- und Fernsicht zu wechseln. Da bei der Bildschirmarbeit dies nicht erforderlich ist werden einzelne Muskeln stärker belastet und das natürliche Augenzwinkern wird unterdrückt. Dabei kann es zu Augenschmerzen, raschem Ermüden oder Kopfschmerzen kommen. Der Gesetzgeber schreibt für Bildschirmarbeitsplätze sogar eine bestimmte Arbeitsergonomie zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen vor, die in Schulen in der Regel nicht eingehalten werden kann.
Ingo Antony-Spies, 25.06.2009 02:04, mehr ...
Der Computerraum hat sich in der Vergangenheit für den Einsatz im regulären Unterricht als nicht praktikabel erwiesen. Große Bildschime, belegte Tische und der zwingende Wechsel des Klassenraums stehen einem reibungslosen und spontanen Ablauf des Unterrichts im Wege. Computerräume müssen in der Regel lange vorher gebucht werden und sind oft wegen der vielen technischen Geräte und möglicher Zerstreuungen für die Schüler wenig zweckdienlich für den normalen Unterricht. Eine spontane Einbindung in den Unterricht bei auftretendem Bedarf ist also kaum möglich. Zumeist tauchen sie als Ausnahmeerscheinung im alltäglichen Geschäft auf und werden nur selten durch die Bank weg von allen Fachlehrern verwendet.
Dem gegenüber steht das Konzept zur Verwendung kleiner mobiler Einheiten (evtl. Netbooks), für deren Einsatz wenig technischer Aufwand getrieben werden muss. Sie können ebenso schnell von den Tischen wieder verschwinden, wie sie hervorgeholt wurden und bieten über die Vernetzung im Internet sowie die neuen Techniken der Zusammenarbeit im Web2.0 für Schüler und Lehrer eine einfache Möglichkeit der Einbeziehung in den Unterricht. Zusätzlich werden mit dem nächsten Entwicklungszyklus des Internet vom Web2.0 hin zum Web3.0 auch die meisten notwendingen Anwendungen sowie vernetzte Speichermöglichkeiten und das Aufsatzen geschlossener Arbeitgruppen im Internet bereitstehen. Somit wird wohl in Zukunft der Internetbrowser die zentrale Rolle im Klassenraum spielen, insofern denn Informationstechnologie zum Einsatz kommt.
Ingo Antony-Spies, 29.01.2009 12:03, mehr ...
Kollaboration
Die Verwendung von Web 2.0-Techniken zur Erarbeitung einer Themas unterstützt das gemeinsame Arbeiten auch Außerhalb der Schule im eigenen Zimmer. Dabei können die Vorteile gruppendynamischer Effekte und kollektiver Intelligenz durch gemeinschaftliches Arbeiten am gleichen Thema genutzt werden.
ITG - Zukunftsbedeutung
Der Erwerb von Kompetenzen zur Arbeit im Web 2.0 gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Wirtschaft. So werden Web 2.0 Techniken vermehrt in professionell entwickelten Umgebungen zur gemeinsamen kreativen Arbeit am gleichen Thema in Unternehmen eingesetzt. Der dabei entstandene Softwaremarkt wird laut verschiedener Studien bis mindestens 2011 als starker Wachstumsmarkt eingeschätzt.
Ingo Antony-Spies, 28.10.2008 22:56, mehr ...
·· Mauswiesel
Kompetenz-Orientierung